Wer mal wieder umziehen möchte, braucht spätestens zu diesem Zeitpunkt das erforderliche Bargeld. Umzugskosten reißen erfahrungsgemäß ein großes Loch in die Haushaltskasse. Wer den Umzug ohne größere Kosten meistert, kann sich glücklich schätzen. Spätestens bei der Mietkaution wird es für viele Mieter brenzlig. Hier kommt es sehr häufig zur so genannten klassischen Doppelbelastung. Während sie auf die Rückzahlung der Mietkaution für die alte Wohnung warten, müssen sie ihrem neuen Vermieter bereits eine neue Kaution als Sicherheitsleistung stellen.
Wenn man seine alltäglichen Kosten gerade so bewältigen kann, mangelt es spätestens bei der Mietkaution am nötigen Kleingeld.
Mit dem Kautionskredit die Mietkaution günstiger finanzieren – schreibt ein Anbieter im Netz. Und dieser Anbieter hat Recht.
Wer eine einigermaßen gute Bonität hat, kann seine Mietkaution in der Tat günstig finanzieren. Der Vorteil bei einem Kredit für die Mietkaution ist, dass man die Kaution als Barbetrag erhält und seinem Vermieter aushändigen kann. Wenn man seine Wohnung später bei Auszug vereinbarungsgemäß übergibt, erhält man dieses Bargeld verzinst zurück.
Beispiel: Ein Mieter benötigt 1.300 Euro als Mietkaution, weil er kein Bargeld besitzt. Diesen Betrag möchte er von der Musterbank mit einer Laufzeit von 48 Monaten als Kredit aufnehmen. Durch die etwas längere Laufzeit, werden die zu zahlenden monatlichen Raten geringer. Die Musterbank gibt ihm das Geld für die Kaution und berechnet einen jährlich effektiven Zins von 4,75 Prozent (für Tilgung und Zinsen). Die monatliche Rate soll 29,71 Euro betragen. Rechnet man alle Raten für die ausgewählte Kreditlaufzeit zusammen – also 48 Monate x 29,71 Euro, so ergibt das einen Betrag von 1.426,08 Euro. Subtrahiert man von 1.426,08 den Kreditbetrag von 1.300 Euro, bleiben 126,08 Euro übrig. Das sind die Zinsen für die gesamte Laufzeit. Teilt man diese 126,08 Euro durch die 48 Monate Laufzeit, ergibt das monatlich einen Kostenbetrag von 2,67 Euro. Nicht wirklich viel – oder? Man zahlt zwar monatlich 29,71 Euro, darf hierbei jedoch nicht vergessen, dass man den Barbetrag von 1.300 Euro bereits erhalten hat.
Bekommt man zum Beispiel während der Kreditlaufzeit die Rückerstattung der Mietkaution von seinem alten Vermieter, kann man ggf. den Kautionskredit teilweise oder sogar vorzeitig ganz ablösen.
Was würde dem oben genannten Mieter ohne Bargeld eine Bürgschaft kosten und würde sie ihm Bargeld einbringen? Eine Bürgschaft für 1.300 Euro Mietkaution bei einem Beitragssatz von jährlichen 5,25 Prozent, kostet für 1.300 Euro Mietkaution jedes Jahr 68,25 Euro. Teilt man den Betrag durch 12 Monate, ergibt das einen monatlichen Kostenbeitrag von 5,69 Euro (bereits mehr als die oben genannten monatlichen Kreditkosten). Zieht der Vermieter bei Auszug die Kaution ein, zahlt der Bürge dem Vermieter die 1.300 Euro aus, holt sich dieses Geld jedoch anschließend vom Mieter wieder zurück. Wird das Mietverhältnis ordnungsgemäß beendet, hat der Mieter seine jährlichen Kostenbeiträge an den Bürgen gezahlt, jedoch dadurch kein Bargeld angespart …

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